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Golden Milk – magisches Elixier

Golden Milk – magisches Elixier

Nachdem Berlin letzte Woche von Orkan Xavier heftig durchgepustet wurde und der Regen uns mehr oder weniger liebevoll mit genügend Nässe beschenkt hat, kann auch ich es nicht mehr verdrängen: Der Herbst ist im vollen Gange!!
Bisher weniger golden und farbenfroh als erhofft, eher stürmisch, mit an die Häuser klatschenden Regengeschwardern, nassen Füßen und dem Bedürfnis sich mit einer wohltuenden Tasse Tee, einem guten Buch und Keksen aufs Sofa zu lümmeln.

Enjoing a cup of Golden MilkLasst uns kurz das gute Buch und ja, auch die Kekse vergessen und uns dafür dem Tee zu wenden! Wer heutzutage durch seinen “health and fitness” orientieren Social Media Feed scrollt oder einfach mal durch die verspielten und charmanten kleinen (Hipster-) Cafés der Stadt tingelt, wird bereits das ein oder andere Mal auf das neue, viel gehypte “In Getränk”: “Golden Milk”, “Tumeric Latte” oder auch “Kurkuma Tee” gestoßen sein.
Alle drei Bezeichnungen beschreiben ein und dasselbe köstliche, gelbgoldene, cremige Heißgetränk, welchem man heilende Kräfte nachsagt. Für uns mag es ein neuer Trend sein, doch der Ursprung liegt in Indien. Dort wird dieses ayurvedische Elixier schon seit Ewigkeiten konsumiert und man weiß um seine Wirkungen.

Apropos Wirkung, mit Anfang der kalten und nassen Monate, steigt auch die Anzahl der Schnupfnasen um uns herum wieder exorbitant an, da kommt uns doch jeder extra Immunboost gelegen.
Doch was kann die Golden Milk wirklich zu unserer Gesundheit beitragen?

Um darauf eine Antwort zu finden, schauen wir uns kurz die Hauptbestandteile des Getränks an:

  • Bio- Kuhmilch
  • Kurkuma
  • Schwarzer Pfeffer

So und nicht viel anders sieht das Ganze in Indien aus. Man möge eventuell noch ein paar Gewürze wie Zimt, Ingwer, Kardamom und Muskat hinzufügen so wie Zucker zum süßen und wahlweise einen Klecks Ghee (geklärte Butter), aber das Grundgerüst besteht meist nur aus Milch und Kurkuma.

Zutatenliste für die Golden Milk der Westlichen Welt:

  • Mandel-,Soja-,Reis-, Hafer- oder Kokosmilch
  • Kurkuma
  • Kokosöl
  • Schwarzer Pfeffer
  • Honig
  • Zimt
  • Vanille

wer fancy unterwegs ist mag vielleicht noch Ingwer, Muskat und/oder Piment hinzufügen oder einfach das gute alte Pumpkin Pie Spice.

Ihr seht schon, die beiden Listen unterscheiden sich durchaus und vor allem in der verwendeten Flüssigkeit. Dies rührt hauptsächlich daher, dass zum einen nach den ayurvedischen Konzept, bestimmte Zutaten nicht miteinander kombiniert werden sollen, da sie dann toxisch wirken und zum anderen, dass der Hype um vegane oder laktosefreie Milchsorten zur Zeit schlichtweg ziemlich groß ist.

Einig sind sich jedoch alle: Der Star heißt Kurkuma! – Wer hätte es gedacht 🙂

Die mannigfaltigen Wirkungen, welche dem Kurkuma zugeschrieben werden, reichen vom Reinigen der Leber, Ankurbeln der Verdauung, Hemmen von Entzündungen, hohen antioxidantischen Kräften bis hin zu der Vorbeugung von Alzheimer, Schutz vor Knochenabbau, bekämpfen von Krebs und noch gefühlte 1000 anderen weniger schlimmen Wehwehchen. Also quasi ein Allheilmittel.

Ich möchte allerdings nur auf die, von der World Health Organisation anerkannten positiven Eigenschaften eingehen. Alle weiteren könnt ihr gerne selbst recherchieren und euch ein eigenes Bild machen.

Die WHO erkennt die Wirkung des Kurkumas, bei Magenbeschwerden, Verdauungsproblemen, Völlegefühl, Übelkeit, Appetitverlust und Entzündungen an.
Auch wurde festgestellt, dass die kleine gelbe Superwurzel leider nur mit einer geringen Bioverfügbarkeit kommt. Das heißt, der Wirkstoff wird vom Körper nur schwerlich aufgenommen und dann auch nicht im vollem Umfang. Man weiß sich da aber zu helfen, denn mit der Beigabe von Piperin, welches sich in schwarzem Pfeffer versteckt, kann die Bioverfügbarkeit extrem verstärkt werden und der Körper kann die Wirkstoffe besser absorbieren.
Jetzt fragt ihr euch vielleicht, ob ihr eure Golden Milk überhaupt noch genießen könnt, wenn ihr Pfeffer mit rein macht. Keine Sorge! Wir reden hier von sehr wenig benötigtem Pfeffer, denn laut einer Studie sind schon wenige Milligramm ausreichend.

Da haben wir Hipster,ja alle noch mal Glück gehabt =)
Ich für meinen Teil würde meine Golden Milk nämlich nicht mehr runter bekommen, wenn ich nur noch Pfeffer schmecken würde.

Ansonsten ist vielleicht noch zu sagen, dass man sich nicht literweise das gute Zeug rein schütten sollte, denn zum einen, je nach gewählter Milchvariante, können sich viele Kalorien dahinter verstecken und zum anderen wissen wir ja alle, zu viel vom Guten kann auch schädlich sein.

Oder wie es im Ayurveda beschrieben ist:

“The purest divine nectar is the worst poison in the hands of the ignorant.”

In Indien trinkt man übrigens tatsächlich nur eine ¼ – ⅓ Tasse am Tag, was ungefähr zwei Schlucken entspricht.

Wie wir jetzt wissen, ist die Golden Milk keine Wunderwaffe die uns jung, fit und unsterblich werden lässt; sie bringt dennoch ein paar positive Eigenschaften mit sich und gegen einen regelmäßigen Konsum spricht nichts. Versucht sie jedoch selbst zuzubereiten um unerwünschte Inhaltsstoffe zu vermeiden.

Ansonsten, könnte ihr auch mal über weitere Verwendungsmöglichkeiten des Kurkumas nachdenken, denn er schmeckt nicht nur in dem goldfarbenen „In Getränk“ und diversen Currys sehr gut, sondern kann auch in viele andere Speisen mit eingearbeitet werden.
Yeah, so kann man dann tatsächlich täglich auf verschiedene Weisen von Kurkuma profitieren.

Als Abschluss möchte ich euch noch mein Rezept mitgeben.
Ich nutze je nachdem was ich im Kühlschrank habe entweder mal normale Milch oder den Kokos- Mandel – Drink von Alnatura.

ZutatenGoldenMilkZutaten

  • 1 Tasse Milch/ Kokos-Mandel-Drink
  • ½ Teelöffel Kurkurma
  • 1 dünne Scheibe Ingwer
  • ½ Teelöffel Zimt
  • ¼ Teelöffel Kardamom
  • eine Priese Pfeffer

Während ich die Milch langsam mit der Scheibe Ingwer erwärme, mische ich Kurkuma,Kardamom, Pfeffer und Zimt mit etwas Flüssigkeit, so dass nachher keine Gewürzklumpen auftauchen.
Dann einfach die Gewürzmischung mit zu der Milch in den Topf geben und fleißig rühren damit nichts anbrennt, was bei Milch ja bekanntlich fix geht.
Das ganze soll nicht sprudelnd kochen, sondern eigentlich nur erhitzt werden bis man diese ganz kleinen Blubberbläschen sieht und Dampf aufsteigt. Wenn es soweit ist solltet ihr auch schon den zauberhaften Geruch von Zimt in der Nase haben und könnt die Golden Milk jetzt noch mal kurz durch den Mixer jagen, damit wirklich alles schön miteinander vermischt ist, oder sie direkt in eure Lieblingstasse geben und genießen.
Solltet ihr zu den Naschkatzen gehören, könnt ihr natürlich auch noch ein Süßungsmittel eurer Wahl hinzufügen.

Auf goldene Zeiten!

Quellen:
http://apps.who.int/medicinedocs/en/d/Js2200e/14.html
http://www.inchem.org/documents/jecfa/jecmono/v35je09.htm
http://www.inchem.org/documents/jecfa/jecmono/v17je30.htm

 

3 Kommentare zu „Golden Milk – magisches Elixier

  1. Ich mische meine Kurkuma-Latte am liebsten halb-halb mit Mandel- und Kokosmilch, einen ganzen Teelöffel Kurkuma, halber Teelöffel Kardamom, halber Teelöffel Zimt, Prise Peffer und einem Teelöffel Dattelsyrup! JAAAMMI

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